Widerstand ist zwecklos?!

Wieder ist ein Wochenende um. Mittlerweile hab ich volle 19 Tage ohne Zucker verbracht. Anstrengend, sag ich euch. Frühstückstechnisch habe ich mich voll eingependelt und auch gute Alternativen für meine kleinen Zuckerlieferanten gefunden – Obst, Gemüse oder Nüsse statt Müsliriegel und dergleichen. Die reinste Befriedigung ist das, wenn ich ehrlich bin… nicht. Auch wenns schmeckt; ab und an vermisse ich schon mein Glück in Form von Kuchen, Muffins oder Keksen. Und überall wo ich hinblicke – sind diese kleinen köstlichen Versuchungen. Wo wir auch schon beim Zauberwort sind…

Versuch-ung

Ich dachte, ich wäre längst darüber hinweg, sagt man doch, dass sich Gewohnheiten nach 14 bis 21 Tagen leicht ändern oder austauchen lassen. Aber vielleicht liegt es daran, dass ich den 21. Tag noch nicht zur Gänze erreicht habe, keine Ahnung. Mir fehlt meine Schokolade. Ich gebe es ehrlich zu. Ich bin ein Schokojunkie und vergangenes Wochenende habe ich meinen Mann regelrecht angebettelt, er solle mir doch meine „Droge“ liefern. Niemand müsse es erfahren. Er blieb standhaft, zum Glück und ich, meine lieben Leser… AUCH!

Hartes Unterfangen, sag ich euch. Was hat mich da bloß geritten? Auf Zucker zu verzichten – ich, eine ehemalige Zuckerzauberin, die sich der Bewegung verschrieben hat um weiterhin ihre kleinen Sünden genießen zu können. Pah!

Aber – ohne euren Zuspruch und meinen versessenen Ehrgeiz hätte ich mein Projekt mit einem Bombenrückschlag wohl schon abgebrochen. Zumindest meinen Tagträumen nach, denn letzte Woche sah ich mich tatsächlich in meiner Lieblingskonditorei sitzen und habe mir genüsslich nach und nach jedes einzelne Tortenstück in den Mund geschoben. Eine süße Sauerei hätte das gegeben und einen Zeitungsartikel auch: Verrückte Personaltrainerin liefert sich Tortenschlacht aufgrund von Zuckerentzug.

Hört sich alles heftig an, ist es teilweise auch. Vor allem Freitag habe ich mir das wieder gedacht. Mittags: rasender Hunger, der Futtergrandt steigt – es muss rasch was zum Essen her. Da ich jetzt vermehrt selbst koche, dachte ich, geschwind Dinkelnudeln mit Tomatensugo & Garnelen. Perfekt, um meine Unterrichtseinheiten durchzustehen und ordentlich Power in den Kurs zu bringen. Gescheitert bin ich am Tomatensugo – früher schnell gekocht, da wenig Fett – heute alle im Regal zurück gelassen. Denn die geliebten Sugos sind verzuckert. Und das nicht wenig.

Als Alternative gabs dann ein Gemüseomlette. Lecker ja, aber nicht das was ich im Sinn hatte. Alternativen gibt es auch hier: frische Tomaten, klein würfeln, Basilikum von der Fensterbank, eine kleine Knoblauchzehe und Olivenöl – Tata – schon ist sie fertig, unsere Marinara. Über die heißen Dinkelnudeln (übrigens perfekter Ersatz für die klassische Weißmehlnudeln) gießen & genießen.