Halbzeit.

Heute auf den Tag genau sind es drei Wochen ohne Zucker. Mir geht es hervorragend. Nach dem vergangenen Wochenende & der Qual der Versuchung endlich mal wieder ein Stück Schokolade in meinen Mund zu schieben, hab ich die letzten beiden Tage eigentlich ganz gut überstanden. Gestern hab ich nicht einmal an das corpus delicti gedacht & auch heute – keine Spur von Verlangen. Hat sich mein Körper nun endlich daran gewöhnt, ohne Zucker auszukommen?
Mhmm, wir werden sehen, denn 19 Tage liegen noch vor mir…

Einige von euch haben mich in den vergangen Tagen immer wieder mal gefragt, was ich denn als Alternative zum Zucker verwende. Um ehrlich zu sein: NICHTS außer Obst.

Ich habe bisher weder Honig oder Agavendicksaft verwendet, noch habe ich STEVIA konsumiert. Warum?

Honig & Agavendicksaft haben eine herrliche Konsistenz und eine wundervolle Süßkraft. Sie sind vollmundig und runden jede Süßspeise perfekt ab. Tolle Naturprodukte, finde ich, und sie bilden die passenden Alternativen zum Industriezucker. Doch wenn ich ehrlich bin, habe ich mir selbst nicht vertraut. Denn wenn ich diese Produkte als Zuckerersatz verwende, dann hätte ich mit Sicherheit einen Überkonsum angestrebt um meine Zuckersucht zu nähren. Ein weiterer Grund für den Nichtkonsum ist die sehr hohe Energiebilanz der Produkte, denn auch diese können Heißhungerattacken aktivieren und somit die Fettverbrennung einstellen.

Stevia

Jeder, der auf Zucker in Kristallform verzichten mag, widmet sich nun dem weißen Pulver in allen Formen – ob in Staubzucker-ähnlicher Konsistenz, als Dragee oder als Flüssigkeit. Stevia bekommt man mittlerweile überall.

Woher kommts?

Stevia wird aus der Pflanze Stevia rebaudiana gewonnen. Der Süßstoff stellt eine passende Alternative zu Zucker dar, denn er kann die 450-fache Süßkraft entwickeln und ist für Diabetiker geeignet. Zu finden ist Stevia auf den Produkten unter der E-Nummer E960. Diese wurde 2011 offiziell als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen und darf aufgrund dessen unser Leben „versüßen“.

Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Denn die EU-Kommission hat für Stevia ein Höchstmengen-Verbot erlassen – für die Zugabe zu Gebäck oder Keksen. Somit darf Stevia nicht mehr als 30% des Zuckers in einer Rezeptur ersetzen, um einen schädlichen Konsum einzuschränken.

Ist denn Stevia schädlich?

Offiziell konnte man dies noch nicht beweisen. Die EFSA – Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit – konnte weder eine krebserregende Wirkung noch andere negative Auswirkungen auf den menschlichen Körper feststellen. Doch auch hier gilt – Vorsicht vor Überkonsumation!

Für mich persönlich war dies nicht der Grund, warum ich auch auf Stevia verzichte. Um ehrlich zu sein, es schmeckt nicht besonders. Mir zumindest nicht. Es ist pappig und hat einen Eigengeschmack, der mich etwas an Lakritze erinnert. Und diese mochte ich als Kind schon nicht. Daher hatte Stevia für mich, als es auf dem Markt erschienen ist, schon wieder ausgedient. Was nicht heißen soll, dass es für euch keine wundervolle Alternative sein könnte – einfach vorabkosten wie ihr damit zurecht kommt. Zu finden in Drogeriemärkten und in jedem gut sortierten Lebensmittelgeschäft.

Fakt ist, dass ich die restlichen 19 Tage ohne Honig, Agavensaft oder sonstigen Alternativen leben werde, die mein Leben versüßen könnten. Ich bleibe bei Bananen am Morgen, Birnen am Nachmittag und herrliche Beeren für zwischendurch. Lässt nicht nur die Haut strahlen, sondern auch die Kilos purzeln.

Also, habt es schön! Eure Daniela